Europa-Zentrum  Maria Stern

Für Frieden und Zusammenarbeit

Haus der Begegnung

Banja Luka - 

Bosnien Herzegowina

Bischöfe befragen 

Milorad Dodik 
nach Rückgabe des Eigentums der Katholischen Kirche

 
 


Das Projekt

Wir Banja Lukaner, wir Menschen aus Bosnien-Herzegowina freuen uns sehr über Ihr Interesse an unserem Land und dem Thema Frieden und Zusammenarbeit über alle politischen ethnischen und religiösen Grenzen hinweg.

Unsere Hoffnung nach dem furchtbaren Krieg, der hier am Ende des letzten Jahrhunderts tobte, ist ein friedliches Miteinander aller gutwilligen Menschen in unserer gemeinsamen Heimat. Diese Heimat ist für uns Bosnien-Herzegowina in Europa!

Die Hoffnungen darauf brachten bereits die Trappistenmönche nach Banja Luka, als sie vor mehr als 150 Jahren aus 16 europäischen Ländern hierher nach Westbosnien kamen und diese Region mit Gebet, harter Arbeit und im guten Einvernehmen mit den anderen Glaubensgemeinschaften nachhaltig verändert haben. Ihre Geschichte ist unser Auftrag im Europazentrum Mariastern in einem immer noch gespaltenen Land.

Ich bitte Sie uns nach ihren Kräften zu helfen: Im Gebet, mit einer Unterstützung für unsere Arbeit oder mit ihrem Besuch hier in Mariastern.

Deshalb lade ich Sie sehr herzlich ein: Informieren Sie sich auf dieser Webpage und besuchen Sie uns dann bald einmal hier in Mariastern. Jeder dieser Besuche ist auch ein sichtbares Zeichen der Solidarität und wird hier aufmerksam registriert. Ich würde mich sehr über ihren Besuch und eine persönliche Begegnung in Mariastern und Banja Luka freuen.


Ihr Franjo Komarica, Bischof em. von Banja Luka 
und Ko-Vorsitzender des Kuratoriums Europa-Zentrum Mariastern

Die Motivation

ich möchte Ihnen in einigen Sätzen erklären, warum sich Menschen aus zahlreichen europäischen Ländern für das Europazentrum für Frieden und Zusammenarbeit Mariastern in Banja Luka engagieren:

Wir haben den Krieg in Südosteuropa, aber besonders in Bosnien-Herzegowina 1992-1995 nicht vergessen, der gerade auch hier in Banja Luka schlimme Wunden und Gräben unter den Menschen hinterlassen hat und auch viel Unrecht, das noch nicht aufgearbeitet wurde. Damals hatten die Staaten der europäischen Gemeinschaft noch keine gemeinsame Außen– und Sicherheitspolitik und versagten deshalb bei den Versuchen die Aggression rechtzeitig zu stoppen. Auch nach Beendigung des Krieges wurden Fehler gemacht und das Land zu lange in einer Postkonflikt-Situation in der Schwebe gehalten, die zum Stillstand in wichtigen Feldern wie Rechtsprechung und politischer Teilhabe führte. Das hat dazu beigetragen, dass viele Menschen die Hoffnung auf eine Wende zum Guten aufgegeben und ihre Heimat verlassen haben. Darunter waren viele junge Familien, die eine schmerzliche Lücke im Land hinterlassen haben.

Aus diesen Fehlern haben wir als überzeugte Europäer gelernt und wollen ein stabiles Bosnien-Herzegowina das zu Europa gehört. Wir begrüßen deshalb die gemeinsame Entscheidung der Europäischen Institutionen für den EU-Kandidatenstatus Bosnien-Herzegowinas. Wir wollen im Europazentrum einen offenen Dialog mit den Politikern, und Vertretern der Volksgruppen und Religionsgruppen in Bosnien-Herzegowina führen, der die EU-Integration des Landes voranbringt. Und wir wollen möglichst viele Kontakte zwischen den Bürgerinnen und Bürgern in den EU-Staaten und den Menschen aller Volksgruppen in Bosnien-Herzegowina herstellen und damit dazu beitragen, dass besonders die jungen Leute in Bosnien- Herzegowina wieder an eine europäische Zukunft im eigenen Land glauben.


Ihr Christian Wulff, Bundespräsident a.D. 
und Ko-Vorsitzender des Kuratoriums des Europa-Zentrums Mariastern

Die Vision  - das Europa-Zentrum

Das Europazentrum für Frieden und Zusammenarbeit Mariastern wurde am 20. September 2020 von Bischof Dr. Franjo Komarica, unterstützt von der Paneuropa Union,  gegründet.

 
Der 20. September 2020 war der 195. Geburtstag des Klostergründers Franz Pfanner, auf dessen Werk und geistliches Erbe sich das Europazentrum beruft. Im Herbst 2020 war auch der 25. Jahrestag des Friedens von Dayton, der zwar die Kriegshandlungen in Bosnien-Herzegowina beenden konnte, aber keine stabile und befriedigende Nachkriegsordnung für das gespaltene Land schaffte.
Die politischen, interethnischen und religiösen Gräben im Land sind nach wie vor sehr tief und das Europazentrum will diese durch den Dialog zwischen den Gruppen überwinden. Im Sinne Franz Pfanners ist dem Zentrum eine gute Zukunft für die junge Generation in Bosnien-Herzegowina sehr wichtig. Diese soll nach Jahrzehnten des Desinteresses, der Untätigkeit und vieler enttäuschter Hoffnungen in der europäischen Integration des Landes liegen. Ohne europäische Standards in Politik, Wirtschaft und Rechtsprechung wird die junge Generation weiterhin in Massen das Land in Richtung EU verlassen, oder bereit sein anderen Modellen zu folgen, die von Konkurrenten des freiheitlichen Europas hier in Bosnien, mitten in Europa, nun auch ganz offen angeboten werden.
Der Auftrag des Europazentrums ist:

  • Das geschichtliche, kulturelle und geistige Erbe des europäischen Trappistenkonvents von Mariastern bewahren und bekannt machen
  • Die Ideen der christlichen Soziallehre ausgehend vom Wirken der Trappisten in Bosnien-Herzegowina zu verbreiten und weiterzuentwickeln
  • Mariastern als Ort des interreligiösen Dialogs zu etablieren – über alle konfessionellen und religiösen Gegensätze hinweg
  • Die Europäischen Wurzeln in der Region wiederentdecken und diese historischen Verbindungen nach Europa zu stärken
  • Die Vision eines gemeinsamen Europas und seiner auch auf dem Christentum basierenden Werte zu fördern
  • Der Jugend Bosnien-Herzegowinas und Europas in Mariastern zukünftig einen Ort der Begegnung und des Austauschs zu bieten 

Maria Stern und die Trappisten – 150 Jahre Licht am Vrbas


Das Buch - Über die spannende Geschichte, wie aus einem Kloster ein Europa-Zentrum für Frieden und Versöhnung wird.
Beschreibung
Eine spannende Geschichte, wie aus einem Kloster ein Europa-Zentrum für Frieden wird. In seinen Hochzeiten lebten und arbeiteten im größten Trappistenkloster der Welt, in Delibaseo, Banja Luka, über 260 Mönche. 
Inzwischen blickt das Kloster auf eine über 150-Jährige Erfolgsgeschichte zurück und wird zum Europa Zentrum für Frieden und Zusammenarbeit. Die Mönche kamen aus 16 europäischen Ländern und gaben ihre Werte, ihr Denken und Handeln dort ein, wo das Osmanische Reich zuvor das Land und die Leute über 400 Jahre regierte. Sie lebten ein Europa im Kleinen. 
Es war ein Land, in dem Analphabetismus, Unwissenheit, Orientierungslosigkeit und türkische Korruption das Leben prägte. Es gab kaum Straßen, keine Industrie. Krankheiten, Elend und Hunger war allgegenwärtig. Die Trappisten rodeten Wälder, kultivierten Felder, bauten Waisenhäuser und Schulen, ernährten jahrzehntelang hunderte von hungernden, kranken und arbeitslosen Menschen. Sie halfen in Kriegszeiten. Fachleute und Handwerker unter ihnen schulten Kinder in nützlichem Handwerk. Junge Männer wurden in über dreißig Berufen ausgebildet und wohnten in einem Lehrlingsheim. Das bekannteste Produkt der Trappisten ist der Trappistenkäse, dessen Rezeptur ein Geheimnis ist. 

Sie produzierten auch Zeitungen, Bücher, hochwertige Stoffe, Mehl, Backwaren und das Trappistenbier; pflegten die Feld- und Viehwirtschaft. Die Trappisten waren es, die die erste Glühbirne in diesem Land mit einem eigenen Wasserkraftwerk zum Leuchten brachten. 

Ein Museum im Kloster stellt die Leistungen unter Beweis. 

Mit QR-Codes innerhalb des Buches werden weitere Informationszugänge zu Video- und Audiobeiträgen des Themas.
 

Details

  • 208 Seiten
  • Format: A5 hoch Softcover 
  • Erscheinungsdatum: Januar 2023
  • ISBN: 9783757510817
  • Sprache: Deutsch 
  • (Demnächst auch in Englisch und Französisch) 

Der Erlös des Buches wird für den weiteren Aufbau des Europa-Zentrums eingesetzt.